Exkursion ins Kernforschungscentrum CERN

 

„Eingerahmt von den schneeweißen Gipfeln der Alpen und dem Spiegel des Genfer Sees, bietet Genf die ideale Ausgangsposition für einen Besuch im CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung.“ Ganz in diesem Sinne unternahmen wir in der Zeit vom 16. bis 19. 11 2016 die Reise, um dem wohl größten intellektuellen Abenteuer der modernen Forschung näher zu kommen: dem Urknall im Labor.

Organisiert von Frau Erning und Frau Mattis, vielen Dank für die Idee und die Organisation, waren wir mit dem Busunternehmen Haschick unterwegs in die Schweiz. Abfahrt in Schneeberg, morgens 6 Uhr, fuhren wir über Karlsruhe, Freiburg und Basel. Am Abend kamen wir in Lausanne an. Dort waren wir im Lausanne Jeunotel, gelegen in der Nähe des Sees, gut untergebracht. Schon auf der Fahrt erhielten wir per DVD einen Überblick, was uns am nächsten Tag erwarten wird.

Tags darauf frühmorgens fuhren wir nach Genf, ins CERN, gelegen in Meyrin, einem Vorort von Genf, ganz nah der schweizerisch-französischen Grenze.

1954 gegründet, wurde das Areal immer weiter auch in Frankreich ausgebaut. Die erste Station der Besichtigung war das Besucherzentrum und ein kurzer Vortrag über die Teilchenphysik und der Aufbau des CERN. Neben mehr als 3000 Beschäftigten beherbergt das CERN zusätzlich über 10.000 Gastwissenschaftler aus unterschiedlichen Nationen. Früher für die Forschung an Kernenergie vorhergesehen, wurde das CERN über die Jahre ein wichtiger Standort für die Teilchenphysik. Ausgelegt auf die Beschleunigung und Kollision von Protonen und zur Erforschung der kleinsten Teilchen wurden über die Jahre mehrere Beschleunigerringe gebaut. Der bekannteste davon ist der knapp 27 Kilometer lange LHC (Large Hadron Collider), der die Teilchen mit maximalen Beschleunigung auf 7 Billionen Elektronenvolt beschleunigt. Die Zukunft liegt bereits in der Planung eines weiteren Rings, dreifach größer. Um die - aus den Kollisionen neu entstandenen –Teilchen messen zu können wurden Großdetektoren am LHC angebracht: die Experimente ATLAS, CMS, LHCb, und ALICE. Nach der Einführung ging es zum Hauptkontrollzentrum. Der Kontrollraum selbst ist zwar von außen einsehbar, jedoch aber nur für Mitarbeiter zugänglich. Über verschiedene Tafeln werden die aktuellen Ergebnisse angezeigt. Auch der aktuelle Status des Protonenstrahls ist angezeigt.

Die nächste Station des CERN-Besuches war eine Fertigungshalle des Beschleunigerringes, welche sich fünf Kilometer weiter in Frankreich befand. Hier werden die Beschleunigerröhren teils gefertigt, getestet und gelagert.

Während der Mittagspause saßen wir im Restaurant des CERN in mitten von Wissenschaftlern, Angestellten des CERN und Besuchern. Der Mix aus Menschen, Sprachen und Speisen verschiedener Nationalitäten vermittelte eine ganz spezielle Atmosphäre.

Im Anschluss konnte jeder individuell noch eine kleine, interessant gestaltete Ausstellung, welche das Standartmodell der Teilchenphysik nochmals sehr anschaulich erklärt, oder den „Globe of Science and Innovation“, welcher sich gegenüber dem Besucherzentrum befindet, besichtigen.

Das kugelähnliche Gebäude wurde 2004 dem CERN zum 50 jährigen Bestehen geschenkt.

Wie im Flug vergingen beinahe 5 Stunden voller Teilchenphysik, LHC, Higgs & Co und man hatte einen sehr guten Eindruck von der Arbeitswelt der Teilchenphysiker im CERN bekommen.

Den frühen Abend verbrachten wir in Genf, eine exklusive Mischung aus geschichtsträchtiger Altstadt und luxuriöser Moderne. Am nächsten Tag fuhren wir nach Montreux und besichtigten dieses schöne Städtchen am Nordufer des Genfer Sees. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir mit Sightseeing oder Bummeln in der Lausanner Altstadt oder bei einem Besuch des Olympischen Museums, ganz individuell.

Klasse war, dass wir mit einem von der JHB erhaltenen Ticket, in Lausanne Bus und Metro kostenlos nutzen konnten. Samstagmorgen, nach dem Frühstück, ging‘ s mit neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Eindrücken zurück nach Hause. Nochmals vielen Dank an alle für die gelungene Reise!

Für jeden, der sich für Physik, insbesondere der Teilchenphysik interessiert, ist diese Reise zu empfehlen und wer weiß, vielleicht kann diese als Exkursion für den Leistungskurs Physik künftig fest in den Schulfahrten-Plan integriert werden. Es lohnt sich auf alle Fälle!    

   

(Tom Erning)

 

Alle Wege führen nach Rom

 

Ganz in diesem Sinne haben auch wir uns auf den Weg in die „Ewige Stadt“ gemacht.
Der Start unserer 5-tägigen Reise war am Sonntag, dem 2. Oktober 2016, am Johann-Gottfried-Herder Gymnasium in Schneeberg. Teilgenommen haben insgesamt 30 Lateinschüler der Klassenstufen 10, 11 und 12 sowie drei Lehrkräfte, nämlich Frau Barth und Frau Sachse sowie unsere Referendarin Frau Lötzsch und noch eine Begleitperson, Herr Barth.

 

Mit freudiger Erwartung sind wir pünktlich 18 Uhr gestartet. Die Fahrt gestaltete sich relativ angenehm. Trotzdem waren es 17 Stunden, welche wir im Bus verbracht haben. Wir waren eher als gedacht in unserer Unterkunft, dem Campingplatz „Camping Tiber“. Somit hatten wir noch etwas Zeit alles zu erkunden und uns an die Temperaturen zu gewöhnen, denn es waren täglich um die 23°C. Als wir endlich unsere Bungalows beziehen konnten, haben alle eine Dusche genossen und sich anschließend an den Pool gelegt. Am Abend, nachdem wir das Abendbrot serviert bekommen hatten, haben sich die 12er mit der Bahn in die Stadt gewagt. Was sie dort gesehen haben, war einfach großartig. Rom bei Nacht ist atemberaubend! Alles war beleuchtet und hat Lust auf mehr gemacht.


Mehr zu sehen bekamen alle am Dienstag, als wir direkt nach dem Frühstück mit der Bahn in die Stadt fuhren. Dort hat uns schon unser Stadtführer Silvio erwartet, welcher mit uns das Kolosseum und das Forum Romanum besichtigt hat. Mit der Metro sind wir anschließend aus der Stadt herausgefahren und wurden von unseren Busfahrern zu den Katakomben des S. Callisto gefahren. Auch dort hatten wir eine Führung. Diese begann über der Erde mit generellen Erklärungen zur Entstehung der Katakomben und ging dann unterhalb der Erde bei frischen 15°C weiter. Dort konnte man die Gräber der ersten Christen sehen und Reliquien aus vergangener Zeit.

Den Rest des Tages, als wir wieder im Camp waren, hat jeder individuell genutzt.


Der Mittwoch war so gestaltet, dass wir gemeinsam gefrühstückt haben und dann mit dem Bus nach Ostia Antica gefahren sind. Dort hatten alle zwei Stunden Zeit das Gelände zu erkunden. Danach kam für viele das Highlight der Reise: wir waren am Meer. Für eine Stunde konnte man sich an den Strand setzen, das Meerwasser um die Füße spülen lassen und einfach nur die Sonne genießen. Nach der kurzen Auszeit ging es wieder in die „Ewige Stadt“. Unsere `Ciceroni` Kimberly Leuschke, Tom Berthold, Maximilian Unger und Rebecca Schwarz des 12. Jahrgangs haben jeweils eine Sehenswürdigkeit des antiken Rom vorgestellt: die Ara Pacis, das Pantheon, das Traiansforum und das Kapitol mit dem Reiterstandbild des Marc Aurel. Es konnten anschließend alle noch eine Stunde in Rom individuell nutzen.


Am Donnerstag, dem 6. Oktober 2016, war auch schon der letzte Tag angebrochen. Es wurde gepackt und die letzten Eindrücke gesammelt. Geplant war, dass wir den Petersdom besichtigen und danach jeder frei entscheiden kann, ob er mit in die Engelsburg will oder allein loszieht. Jedoch war es durch organisatorische Probleme nicht möglich den Petersdom von innen zu sehen, außer wir hätten eine lange Wartezeit eingeplant. Somit sind nur einige mit Frau Sachse zur Engelsburg gegangen und der Rest der Gruppe hat die freie Zeit selber gestaltet. Abends halb 6 sind wir gemeinsam mit der Bahn aus der Stadt herausgefahren und wurden von unseren Busfahrern an der Station `Prima Porta` erwartet.
Somit war unsere Zeit in Rom schon vorbei, und am Freitag gegen 11 Uhr waren wir wieder in der Heimat.

 

Einen großen Dank an unsere Lehrer und Begleitpersonen!

 

Julia Klein, Michelle Sichert (12ci)